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Wir über uns  

 

Herzlich willkommen auf der Homepage des Kreuzbundes Limburg.
Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Gruppenarbeit und den

Beratungsangeboten in den verschiedenen Lebenssituationen.

 

 

 

Der Diözesanverband Limburg



Die Anfänge des Kreuzbundes in unserer Diözese konnten wir nur durch Telefonate, persönliche Besuche von Zeitzeugen und die Caritas ermitteln.

In unserer Diözese pflegte das katholische Kreuzbündnis die ersten Kontakte schon im Jahre 1908. Allerdings verhinderte der 1. Weltkrieg den Aufbau und die Ausdehnung des Kreuzbundes. Nach dem 1. Weltkrieg kam erst ein Aufschwung und wirtschaftliches Wachstum, dann die Inflation und hohe Arbeitslosigkeit. Der Verein abstinenter Katholiken, "Kreuzbündnis", hatte einen für die damalige Zeit guten Leitsatz: "Aus Liebe getan, mit Liebe voran".

In dieser schweren Zeit, ca. 1930, wurde der Kreuzbund wieder aktiv. Doch der Kontakt zum Kreuzbund war damals schwerer als heute, die Hemmschwelle und Armut der Bevölkerung hatte dazu beigetragen. Das nächste Desaster stand vor der Tür: der zweite Weltkrieg. Aus berechtigter Angst hatten sich die Kreuzbündler zurückgezogen, nur wenige hatten sich heimlich getroffen. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Alkoholkranke als Asoziale bezeichnet.
Den minderwertigen Trinkern und Asozialen wurde die Ehe verwehrt, sie wurden entmündigt, zwangssterilisiert, kamen in Heil- und Pflegeanstalten, in Erziehungs- oder Arbeitslager, wurden in Konzentrationslager verschleppt oder hingerichtet. Als Erkennungszeichen mussten die Alkoholkranken den schwarzen Winkel tragen und waren somit gebrandmarkt. Etwa 2000 ermordete Alkoholkranke hatten wir in unserer Diözese zu beklagen.
In dieser Zeit war weiblicher Alkoholismus eine exotische Erscheinung.

Die Frau hatte die Rolle der leidenden oder aber der mitschuldigen
Angehörigen auszufüllen.
Die Caritas-Suchtberatung im Dritten Reich war bis auf wenige zeitliche Unterbrechungen permanent tätig und unterstützte uns Kreuzbündler.
Schriftliche Unterlagen aus dieser Zeit sind im DV Limburg nicht mehr vorhanden. Zum Schutz der Betroffenen wurden diese Akten vernichtet.
1947 nahm in Frankfurt/Main die Caritasmitarbeiterin Frau Lemanczyk den Kontakt zu Kreuzbundmitgliedern über eine existierende Liste von Überlebenden wieder auf. Sie schrieb alle Adressen an und die ersten Kontakte entstanden, indem sie die Familien zu Hause besuchte. Bald konnten die ersten Abende wieder stattfinden. Sie bemühte sich auch um die Kinder und Angehörige
der Suchtkranken.

Die ersten Schritte der Selbsthilfe in der Gemeinschaft waren getan.
Es bildeten sich wieder Freundschaften, Alleinstehende wurden in die Familien zum Sonntagsessen eingeladen. Ein Aufatmen kam im Jahr 1968, als der Alkoholismus durch ein Urteil des Bundessozialgerichts als Krankheit anerkannt wurde. Die Selbstverantwortung der Suchtkranken wurde zu einem heißen Diskussionspunkt in der Selbsthilfe. Im Jahr 1971 wurde der Kreuzbund eigenständig. In den Jahren 1972 bis 1978 erfolgte die Buchhaltung und Geschäftsführung unter fachlicher Leitung der Caritas.

Am 6. März 1974 wurde die Kreuzbundgruppe 1 in Wiesbaden gegründet. Der Gruppenleiter war der Mainzer Kreuzbündler Norbert Späth. Am 19. Juni 1975 wurde die Kreuzbundgruppe1 in Frankfurt/Main gegründet, der Gruppenleiter war Herr Thörner (Vorname nicht bekannt). 1984 waren es bereits je fünf Gruppen in Frankfurt und Wiesbaden.

Am 19. April 1986 wurde der Diözesanverband Limburg gegründet.
Am 21. Oktober 2000 wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eine Satzung zur Gründung eines e.V. verabschiedet. Die Mitarbeiter des Kreuzbundes leisten wertvolle ehrenamtliche Arbeit, um den Kranken und ihren Angehörigen Hilfestellung auf dem Weg zur Selbsthilfe zu bieten. Im Sinne der Subsidiarität hat die Selbsthilfe grundsätzlich Vorrang vor der professionellen Hilfe, die nur tätig wird, wenn sich Betroffene und ihr soziales Umfeld nicht allein helfen können.

Die Bundesregierung, Gesundheitsminister und Steuerzahler sparen viel Geld durch die Helfergemeinschaft der Selbsthilfegruppen, daher müsste uns unser Staat finanziell unterstützen, damit wir weiterhin Suchtkranken zu einer zufriedenstellenden Abstinenz verhelfen können. 

Zur Zeit besuchen ca. 500 Menschen,1X wöchentlich, eine der 29 Fest und 4 Infogruppen in unserem DV. Davon sind 283 KREUZBUND Mitglieder.

Unser Leitsatz: "Wir gehen den Weg gemeinsam, Ziele setzen und verwirklichen."