Folgen für Betroffene und Angehörige

Suchtbedingte Schuldgefühle


Bei den Angehörigen und auch den Betroffenen tritt oft die Frage auf, ob der Suchtkranke eine Schuld oder auch Mitschuld an der Erkrankung trägt. Hätte ein früheres Einschreiten, eine frühere Intervention, den Verlauf geändert? Oft hat die Erkrankung nicht nur den Suchterkrankten selbst betroffen, sondern auch tiefe Einschnitte in der Familie, im Arbeitsleben und auch bei Freunden hinterlassen.
Einige Suchterkrankte laden die „Schuld“ auf sich und versuchen alles, um die aufgetretenen Schäden wiedergut zu machen. In emsiger Demut wird versucht, die entstandenen Schäden wieder auszugleichen. Im materiellen Bereich kann dies auch zum Erfolg führen, aber wie sieht es im zwischenmenschlichen Bereich aus?
Andere wiederum sagen, dass die Sucht eine Erkrankung ist. Ähnlich wie Krebs, Eine Blinddarmerkrankung oder auch ein Schnupfen. Diese Krankheiten sind nicht zwingend im Leben des Menschen, können aber vorkommen. Einen Einfluss hierauf haben wir oft nicht.
Welche Aussage ist aber nun die richtige? Gibt es hier überhaupt ein Richtig oder Falsch, Schwarz oder Weiß, Gut oder Böse? Machen wir es uns zu einfach oder auch zu schwer?
Diese Fragestellung betrifft übrigens nicht nur die Betroffenen selbst. Auch viele Angehörige stellen sich die Frage, ob sie etwas falsch gemacht haben.


Dieses Seminar beginnt am 14.02.2020 um 18:00 Uhr
und endet am 16.02.2020 um 13:00 Uhr

Es sind noch 7 von 15 Plätzen frei.

Der Anmeldeschluss ist überschritten.

Ulrich Czerwanski

Veranstaltungsort:

Priesterseminar Limburg
Weilburger Straße 16
65549 Limburg Google Link

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